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Jahresrückblick

Veröffentlicht von Michael Richard am 23.12.2020


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Liebe Schützen,
liebe Würdinghauserinnen und Würdinghauser,
liebe Freunde und Sponsoren,

was für ein Jahr geht in diesen Tagen zu Ende!

2020 sollte ein besonderes Jahr für unseren Ort werden, alle Vorbereitungen zum 750-jährigen Jubiläum waren getroffen – und dann das.

Ging es im Januar noch ganz normal mit der Kleiderbörse für uns los, stand schon das Benefizkonzert am 8.2. (als leider einzige durchgeführte Veranstaltung zum Jubiläum) unter dem Eindruck des sich ausbreitenden Virus.

Spätestens zum Karneval des  Karnevalsverein Wülau e.V. in der Hundemtalhalle war es dann aber allen klar: Da kommt was auf uns zu – und so war es dann auch.

Denn am Großsonntag fand bis heute die letzte Veranstaltung in unserer Halle statt, was allerdings sicher niemand zu diesem Zeitpunkt geahnt hatte.

Was folgte, wisst ihr alle. Der Lockdown kam, Schulen, Geschäfte, Unternehmen wurden geschlossen, Kontakte beschränkt und Zusammenkünfte abgesagt.

Damit auch unser traditionelles Königstreffen im Frühjahr, was der erste Schritt in Richtung Jubiläumsschützenfest gewesen wäre.

Zeitgleich standen auch wir im Vorstand vor ungekannten Situationen: Es gab viel zu besprechen, aber wir konnten uns nicht treffen. So sind auch wir ins „Homeoffice“ gegangen und unsere Besprechungen fanden per Telefon oder Zoom statt.

Hat funktioniert – aber kein Ersatz zu den üblichen Treffen bei Kinners oder Meesers bei einem gut gezapften Pils.

Schnell standen wir vor der Frage:

Was geschieht mit unserem Schützenfest?

Und in diesem Zusammenhang hatten wir schon sehr früh unser Motto für den Umgang insgesamt mit der Pandemie festgelegt:

„Optimistisch, aber vor allem vorsichtig und realistisch“.

So wollten (und wollen!) wir an die Herausforderungen herangehen, die sich uns stellten.

Was für uns nicht in Frage kam:

Den Kopf in den Sand zu stecken.

So haben wir zu Anfang des ersten Lockdowns die Initiative „Würdinghausen hilft“ auf die Beine gestellt (die übrigens immer noch läuft). Und wir haben in die Hundemtalhalle investiert – wie wir es auf der Generalversammlung 2019 vorgestellt hatten: Mit großer Unterstützung durch Michael Heitschötter wurde im Frühjahr eine neue LED-Beleuchtung installiert – vielen Dank, Heitschi!

Zurück zum Schützenfest:

Wichtig war uns, euch auf dem Laufenden und unsere Optionen offen zu halten.

Darum verhältnismäßig spät die offizielle Absage und die Planung für eine Alternative im Herbst.

Auch hier angetrieben vom Gedanken „Optimistisch bleiben“,

waren wir der Meinung: "Das sind wir euch, aber auch den anderen Hauptbeteiligten am Fest, wie dem  Musikverein Langenei e.V. 1898 , unserem Festwirt Otmar Bischopink und unserem Schausteller  Autoscooter Kreuser schuldig."

Und dann kam es also, das Schützenfest-Wochenende.

Und es sollte ein Wochenende werden, das wir wohl alle nie vergessen werden.

Zum ersten Mal seit 1953 – seit 67 Jahren – keine Festzüge, kein Vogelschießen, kein Feiern in Halle oder Zelt.

Aber so ganz geschlagen geben wollten wir uns ja alle nicht, und so gab es neben den vielen Mini-Feiern im Ort dann doch einige Programmpunkte, damit auch keiner vergessen konnte: „Es ist das dritte Wochenende im Juni – Schützenfest in Würdinghausen!“.

Dazu gab es noch den Flyer „95 Jahre Schützenverein Würdinghausen“, den wir in den Tagen vorher an alle Haushalte verteilt hatten.

Eröffnet wurde dieses Wochenende zuerst mal ganz traditionell durch den  BC Donnerschlag Würdinghausen mit dem Anböllern am Freitag. Auch an den weiteren Tagen ließ der BCD die Kanone knallen; dafür an dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön!

Am Samstag folgte dann das große Highlight: Die „Würdinghauser Musikanten“ unterstützt von vielen weiteren Musikern aus Vereinen der Nachbarorte spielten an verschiedenen Stellen im Ort zum Ständchen auf und trieben so vielen Leuten die Tränen in die Augen, aber auch ganz viel Schützenfest-Stimmung in die Herzen.

Allen beteiligten Musikern vielen Dank für eure super Unterstützung!

Am Sonntagmorgen fand dann unsere Gefallenenehrung am Ehrenmal statt. Die Rede stand unter dem Motto: „Damals wie heute – wie sich Populisten Krisen zu Nutze machen und zu welchen Folgen das führen kann.“

Begleitet wurde alles durch unser virtuelles Schützenfest im Web, bei dem entsprechend zu den Zeiten der eigentlichen Programmpunkte Videos derselben, nachgebaut in Lego, gezeigt wurden.

Die Klickzahlen, aber auch die Menge der Anwesenden während der genannten Veranstaltungen und gerade die vielen, vielen positive Rückmeldungen von euch haben uns bestätigt, für unser „Ersatzfest“ den richtigen Rahmen gefunden zu haben.

Dafür an euch, alle Besucher und besonders an alle Beteiligte noch einmal unser großer Dank!

Bereits vor dem Schützenfest hatten wir überlegt, ob es für den Sommer irgendwelche Möglichkeiten geben könnte, in Würdinghausen für ein wenig Abwechslung zu sorgen – natürlich immer unter den gebotenen Vorsichtsmaßnahmen. So entstand die Idee des Würdinghauser Autokinos.

Was sich am Anfang noch relativ leicht anhörte, sollte sich im Laufe der Vorbereitungen dann doch zu einem Behördenmarathon und einem nicht unerheblichen Investitionsaufwand entwickeln.

Aber im Juli stand fest: Ab dem 7. August gibt es ganz großes Kino auf dem Schützenplatz – einmalig im Kreis Olpe!

Insgesamt konnten wir an den 8 Veranstaltungstagen 285 Besucher begrüßen, was zwar ziemlich unter den Erwartungen war, aber wir glauben, dass es allen Gästen richtig gut gefallen hat. Dass wir das Autokino trotz eher geringer Besucherzahlen mit einem schönen Gewinn abschließen konnten, haben wir nicht zuletzt unseren Sponsoren und Sponsorinnen sowie auch unseren Helfern zu verdanken, die für ihren eigenen Verzehr immer einen Obolus entrichteten. Euch allen und speziell dem  Lichtspielhaus Lennestadt, das den Kartenvorverkauf durchgeführt hat, möchten wir dafür vielmals danken!

Über den Sommer gingen dann zum Glück auch die Infektionszahlen zurück, so dass wir einigermaßen zuversichtlich auf den November und die dann anstehenden Veranstaltungen schauen konnten.

In der Zeit bis dahin gab es aber erstmal eine faustdicke Überraschung. Unsere Social Media Reihe „Soldatenschicksale aus Würdinghausen“, die wir am 8. Mai anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Weltkriegendes gestartet hatten und die sowohl am Schützenfestsonntag als auch am Volkstrauertag in unseren Reden beim Ehrenmal eingebunden waren, wurde von der Gemeinde Kirchhundem mit dem 1. Platz beim „Heimatpreis“-Wettbewerb ausgezeichnet. Vielen Dank!

Der Preis, aber auch die Rückmeldungen danach und die Klickzahlen der Beiträge haben uns gezeigt, dass das Thema die Menschen immer noch beschäftigt und bestärkt uns darin, die Reihe weiter fortzusetzen. In diesem Zusammenhang sind auch noch einige weitere Vorhaben geplant, ihr dürft gespannt sein.

Im November standen dann der Martinszug, Volkstrauertag und unsere Generalversammlung an. Allerdings auch die erste Stufe des neuen Lockdowns und so wurde schnell klar, dass keine der Veranstaltungen wie gehabt durchgeführt werden konnte.

Ganz ausfallen sollte aber auch diesmal nichts. So sollten die Kinder wie gewohnt ihre Martinstüten bekommen, in diesem Jahr nur ohne St. Martin, Zug und Gesang. Dafür gab es dann einen Familien-internen Laternenspaziergang mit Tüten-Abholen an der Hundemtalhalle, was viele von euch wahrgenommen haben.

Unser Dank geht an dieser Stelle an den KV Wülau, der wie in den vergangenen Jahren den Tütenpreis gesponsort hat und am Dorfbrunnen einen Laternenpfad aufgebaut hat und an Patricia Schmidt für den „Spontan-Martin“.

Zum Volkstrauertag, in diesem Jahr von besonderer Bedeutung (s.o.), wurde ein Video der Kranzniederlegung ins Internet gestellt, damit das wichtige Gedenken an die Opfer von Krieg, Terror und Vertreibung auch in Coronazeiten erhalten bleibt.

Dass eine Veranstaltung wie die Generalversammlung allerdings momentan nicht durchführbar ist, war schnell klar. Darum der Entschluss zur einstweiligen Verschiebung. Damit aber dennoch ein bisschen Generalversammlungs-Feeling aufkommen konnte, haben wir die Aktion „Grünkohl für zuhause“ veranstaltet; auch um unseren Vereinswirt ein bisschen in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen.

Die Resonanz brach dann alle unsere Erwartungen: Über 180 Portionen wurden bestellt – wie cool seid ihr denn?!

Wir werden euch dann hoffentlich bald über einen neuen Termin für die Versammlung informieren. Alternativen (z.B. Onlineveranstaltung) haben wir uns bereits angeschaut, wollen davon aber vorerst noch absehen.
 

Und auch sonst werden wir wie oben bereits geschrieben an die Planungen für das Jahr 2021 gehen: „Optimistisch, aber vorsichtig und realistisch.“

Die  Kleiderbörse wird zunächst einmal verschoben, was mit den weiteren Veranstaltungen geschieht, werden wir euch rechtzeitig mitteilen.

Wenn etwas erlaubt, durchführbar und sinnvoll ist, werden wir auch dementsprechend handeln – aber verantwortungsbewusst.


Soweit, liebe Leser, unsere Betrachtung auf dieses denkwürdige und verrückte Jahr, in dem fast alles anders, aber auch vieles gut war.

Schon bald werden wir hoffentlich zurückschauen und sagen können:

„Zusammen haben wir es geschafft! Wir haben Verantwortung für uns und unsere Mitmenschen übernommen und diese für uns nie dagewesene Situation zusammen erfolgreich bezwungen.“

Aber jetzt heißt es erstmal, die Weihnachtszeit zu genießen und Kraft zu tanken - umsichtig und mit Abstand, versteht sich.

Wir wünschen euch und euren Lieben ein fröhliches Weihnachtsfest und ganz viel Glück und Gesundheit für das Jahr 2021!

Bleibt: Optimistisch!

Euer Schützenverein Würdinghausen

Zuletzt geändert am: 23.12.2020 um 18:00:00

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